
Die Bioanalyse von Nukleinsäuren , insbesondere in biologischen Matrices, ist eine der neuesten Dienstleistungen der Kymos-Gruppe und wird von ihrer deutschen Tochtergesellschaft Prolytic durchgeführt. Maria Fauth, Leiterin der Abteilung Oligonukleotide, hat ihre gesamte akademische und berufliche Laufbahn der Forschung und Analyse von Nukleinsäuren gewidmet. Sie und Dr. Janine Lossie von OMEICOS Therapeutics tauschen sich über ihre Perspektiven in diesem vielversprechenden Forschungsfeld aus.
„Schon als Studentin war ich von Oligonukleotiden, insbesondere von miRNAs, fasziniert“, beginnt Maria Fauth. „Lange Zeit galten sie in der Wissenschaft als biologisch nutzlose Moleküle, bis man entdeckte, dass sie entscheidende regulatorische Funktionen besitzen. Seitdem hat die Bedeutung von Nukleinsäuren im Gesundheitswesen stetig zugenommen, und mit dem Ausbruch von COVID-19 rückten mRNA-Impfstoffe in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.“
„Dies ist eine große Anerkennung für unser Team, das seit Jahrzehnten RNA erforscht und damit arbeitet, stellt aber gleichzeitig eine große Herausforderung dar“, erklärt Frau Fauth. „Der Erfolg von mRNA-Impfstoffen hat viel Aufmerksamkeit erregt, aber auch deutlich gemacht, dass die Nukleotid-Arzneimittelforschung nur mit robusten Analysemethoden möglich ist. Deshalb haben wir uns auf die Entwicklung und Validierung standardisierter und reproduzierbarer Methoden zur Quantifizierung einer Vielzahl von Nukleinsäuren konzentriert.“
Die Analyse von Nukleinsäure-basierten Biomarkern oder Therapeutika erfordert aufgrund ihrer unterschiedlichen Konzentrationen verschiedene bioanalytische Ansätze: Zur Quantifizierung therapeutischer Oligonukleotide eignen sich ELISA- oder LC-MS/MS-Methoden am besten, je nach benötigter Sensitivität. Für Biomarker in attomolaren Konzentrationen sind diese Technologien jedoch unzureichend; hier gilt die Echtzeit-qPCR als Goldstandard. Maria Fauth erläutert dies genauer:
„Wir freuen uns sehr, all diese Methoden – Hybridisierungs-ELISA, LC-MS/MS und qPCR – unter GLP-Bedingungen bei Prolytic anbieten zu können. Mit diesen Technologien können wir nicht nur Biomarker oder Therapeutika auf Basis von DNA und mRNA quantifizieren, sondern auch andere neuartige therapeutische Ansätze wie Aptamere oder AntagomiRs, die zur Modifizierung der Genexpression und zur Beeinflussung des Krankheitsverlaufs eingesetzt werden. Damit decken wir ein breites Spektrum der Oligonukleotidanalyse ab, was unsere Kunden sehr schätzen“, erklärt sie zufrieden.
Tatsächlich interessieren sich viele globale Pharmaunternehmen und kleine Biotech-Innovatoren zunehmend für die Nukleinsäureforschung. Auch Dr. Janine Lossie, Leiterin der In-vivo -Pharmakologie bei OMEICOS Therapeutics und langjährige Prolytic-Kundin, sieht den großen Nutzen validierter Analysemethoden für Nukleinsäuren:
„Prolytic hat uns durch den gesamten Entwicklungsprozess unseres innovativen niedermolekularen Wirkstoffs OMT-28 begleitet. Wir freuen uns sehr, dass Prolytic auch Nukleinsäuren gemäß GLP messen kann, da wir darin Potenzial sehen, diese zukünftig als Biomarker zur Bewertung der Wirksamkeit unserer Medikamente einzusetzen. Wir sind von der Kompetenz des Teams von Maria Fauth überzeugt und freuen uns auf eine weitere Vertiefung unserer Zusammenarbeit in diesem Bereich.“
Die Bestimmung von Nukleinsäure-Biomarkern gemäß GLP wird derzeit empfohlen, ist aber nicht verpflichtend. Maria Fauth ist jedoch fest davon überzeugt, dass angesichts der zunehmenden Aufmerksamkeit, die sowohl die FDA als auch die EMA Nukleinsäure-basierten Biomarkern widmen, die Einführung entsprechender Richtlinien nur eine Frage der Zeit ist. Ihr Team hat sich entsprechend vorbereitet.
„Angesichts der steigenden Nachfrage haben wir ein automatisiertes Verarbeitungssystem für Nukleinsäuren auf Basis magnetischer Beats eingerichtet und ein Multiplex-qPCR-Gerät installiert“, erklärt Frau Fauth. „Dadurch erzielen wir nun deutlich höhere Durchsätze und sind bestens gerüstet, um die zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen.“ Abschließend fügt Maria Fauth hinzu: „Es freut mich sehr, dass die wissenschaftliche Disziplin, der ich viele Jahre meiner Karriere gewidmet habe, eine so spektakuläre Entwicklung durchläuft. Mein Team und ich schätzen den Innovationsgeist bei Prolytic und Kymos sehr und freuen uns auf die vielen spannenden Projekte, die vor uns liegen.“
OMEICOS Therapeutics ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das innovative niedermolekulare Therapeutika zur Prävention und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Erkrankungen entwickelt, die mit Entzündungen und mitochondrialer Dysfunktion einhergehen. Weitere Informationen finden Sie unter www.omeicos.com oder kontaktieren Sie uns unter info@omeicos.com .

